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Wettbewerb Islisberg-Süd
Bereich:
Entwurfskonzept
Architektonische Gestaltung
Zusammenarbeit mit
Henauer Gugler Ingenieure AG und
Ganz Landschaftsarchitekten
Stand: 1. Preis
Jahr: 2002




Ausgehend von der vorgefundenen sanften Hügellandschaft mit seiner artenvielfältigen Flora und Fauna entschied man sich für eine einfache und schnörkellose Formensprache. Die vier Haupteingriffe im Rahmen des Projektwettbewerbes Islisberg
Süd: Stützmauer Lochhof, Überführung Jonenstrasse, Brücken Jonentobel und Tunnelportal Süd Islisbergtunnel werden in einer einheitlichen Sprache gehalten, die sich einer Struktur von Platten bedient.
Die architektonische und landschaftliche Ausprägung hat immer zwei Aspekte vor Augen: Den Betrachter, der ausserhalb der Autobahn steht und den Benutzer, den Autofahrer. Man kann immer nur das eine oder das andere sein. Eine Gleichzeitigkeit
ist ausgeschlossen. Auf der einen Seite steht der Benutzer, der mit Tempo 120 km/Std. in kürzester Zeit freie Landschaft, Unterführung, Brücke, Tunnelportal, Tunnel etc. passiert.
Er ist praktisch nur auf die Fahrbahn und die anderen Verkehrsteilnehmer konzentriert. > > >
Auf der anderen Seite steht der Betrachter, der im Schritttempo lange parallele Linien verfolgt, die mal als Einschnitte, mal als Böschungen, Lärmschutzwände oder Stützmauern durch die Landschaft ziehen. Die Verkehrslärm tritt
für ihn als gleichbleibendes, nie abbrechendes Geräusch ans Ohr.
Für beide Teilnehmer, den Benutzer und den Betrachter wurden die einzelnen Autobahnabschnitte so ausgestaltet, dass sie ihrer spezifischen Wahrnehmung entgegen kommen. Der Autofahrer soll durch die sich verändernden Lichtverhältnisse und
Geräuschkulissen, wie im Nebenbei, aber ohne Ablenkung, entgegen einer Monotonie, die einzelnen Autobahnabschnitte wahrnehmen. Für den Betrachter von Affoltern a. Albis herkommend, zeigt sich der Autobahneinschnitt als hohe, grüne Hecke.
Für die Bewohner vom Lochhof wurde eine Landzunge geschaffen, die die langen parallelen Linien der Autobahn nachhaltig unterbricht. Als Zeichen und Identifikation des Ortes wird beim Übergang ein markanter "Treeclump" gesetzt. < < <