Projektwettbewerb
Neugestaltung mittleres Limmatquai
Bereich:
Entwurfskonzept
Jahr: 2003
Räumlich-funktionales Gesamtkonzept
Die Verkehrsberuhigung des Limmatquais ermöglicht die Rückführung der Strassenkante auf die Kontur der eigentlichen Quaimauer. Dadurch erscheint die Quaianlage als gefasster Uferkörper, der über seine klare,
steinerne Kante einen direkten räumlichen Bezug zwischen Stadtkörper und Flussraum etabliert. Gezielte "Ereignisse" überspringen als Wasserbauten diese Kante und werden zu Exponaten, die sich mit dem Stadtkörper über
das Wasser hinweg verbinden.
Auf der anderen Seite steht der Betrachter, der im Schritttempo lange parallele Linien verfolgt, die mal als Einschnitte, mal als Böschungen, Lärmschutzwände oder Stützmauern durch die Landschaft ziehen. Die Verkehrslärm tritt
für ihn als gleichbleibendes, nie abbrechendes Geräusch ans Ohr.
Für beide Teilnehmer, den Benutzer und den Betrachter wurden die einzelnen Autobahnabschnitte so ausgestaltet, dass sie ihrer spezifischen Wahrnehmung entgegen kommen. Der Autofahrer soll durch die sich verändernden Lichtverhältnisse und Geräuschkulissen, wie im Nebenbei, aber ohne Ablenkung, entgegen einer Monotonie, die einzelnen Autobahnabschnitte wahrnehmen. Für den Betrachter von Affoltern a. Albis herkommend, zeigt sich der Autobahneinschnitt als hohe, grüne Hecke. Für die Bewohner vom Lochhof wurde eine Landzunge geschaffen, die die langen parallelen Linien der Autobahn nachhaltig unterbricht. Als Zeichen und Identifikation des Ortes wird beim Übergang ein markanter "Treeclump" gesetzt. <